Umgebindeland – Oberlausitz

Historische Volksarchitektur

Fast ist das Klappern der Webstühle noch zu hören, wenn die Türschwelle eines Umgebindehauses übertreten wird. Denn in ihnen lebten im 15. und 16. Jahrhundert einst Weberfamilien, welche die damaligen Textilien noch von Hand fertigten. Die historischen Gebäude prägen noch heute maßgeblich die Landschaftsform der Oberlausitz. In den idyllischen Dörfern finden sich über 6000 Fachwerkhäuser, welche nach der hölzernen Volksbauweise errichtet wurden.

Die originelle Volksarchitektur vereint in sich die slawische Blockstube und die fränkische Fachwerkbauweise der deutschen Siedler. Ihren Namen verdanken die Gebäude den umlaufenden Balken, der wie ein Rahmen das Haus „umbindet“. Jeder der Jahrhunderte alten, meisterhaft verzierten Schmuckstücke ist einzigartig. Die einmaligen Bauten aus Holz, Lehm und Natursteinen, machen die Umgebindehäuser zu etwas ganz Besonderem.

Umgebinde-Dörfer

Wer besonders viele Umgebindehäuser auf einmal betrachten möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch in Obercunnersdorf oder Großschönau. Mehr als 250 unter Denkmalschutz stehende Umgebindehäuser bilden ein sehenswertes Ensemble in Obercunnersdorf, welches man am besten zu Fuß entlang der Dorfstraße oder über verträumt und verwinkelt liegende Gässchen erkunden kann.

Der Ort Großschönau ist bekannt für die noch heute hier hergestellten Textilien. Die beheimatete Frottierweberei prägen das Dorf genauso wie die ca. 660 Umgebindehäuser, von denen jedes ein Unikat ist. Damit bildet die Gemeinde das größte intakte Ensemble dieser Architektur.

Eine weitere Möglichkeit selbst einmal ein Umgebindehaus von innen zu erleben, bietet der Tag des offenen Umgebindehauses. Dieser findet dieses Jahr am 28.05.2023 statt. An diesem Tag laden private Eigentümer, aber auch Firmen und Vereine zum Schauen, Zuhören und Fachsimpeln ein.

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